Hervorragende Länder für Unternehmensgründer
Die besten Länder für Unternehmensgründer. (Unsplash License) / vitaly-gariev
Die Schweiz ist zwar dafür bekannt, hervorragende Bedingungen für Unternehmensgründer bereitzustellen. Doch weltweit gibt es noch zahlreiche weitere Länder, die ähnliche oder sogar noch bessere Bedingungen bieten können.
Wenig Bürokratie, attraktive Möglichkeiten zur Finanzierung und eine hohe Anzahl an ausgebildeten Arbeitskräften sind dabei oft die wichtigsten Faktoren - dieser Artikel stellt die besten Länder für Gründer vor.
1. USA
Unternehmer werden traditionell als treibende Kraft für Innovationen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und den wirtschaftlichen Fortschritt in den Vereinigten Staaten angesehen. Jahrzehntelang hat das Silicon Valley das US-amerikanische Startup-Ökosystem dominiert, doch inzwischen haben mehrere Städte wie Austin, Miami, San Francisco und Los Angeles ihr eigenes Startup-Ökosystem entwickelt. Es gibt also reichlich geografische Auswahl.
Was das Unternehmertum betrifft, so steht das Handelsministerium bereits an der Spitze einer Reihe neuer Initiativen, die darauf abzielen, Amerikas Position weiter zu sichern. Das Handelsministerium nimmt auch am jährlichen Global Entrepreneurship Summit teil, wo Innovatoren zusammenkommen, um bewährte Verfahren auszutauschen, von Kollegen zu lernen und erfolgreiche sowie aufstrebende Unternehmer zu treffen.
2. Deutschland
In Deutschland hat sich in den letzten Jahren eine blühende Startup-Szene entwickelt. Unterstützt durch die «Digitale Agenda 2020» der Bundesregierung spielt der E-Commerce- und IT-Sektor inzwischen eine deutlich grössere Rolle. In Berlin haben sich innovative Softwarefirmen, Webdesigner und Vermarkter angesiedelt. Münchens Hightech-Wirtschaft hat sich hingegen der künstlichen Intelligenz und innovativen Produktionstechniken verschrieben.
Die deutsche Bürokratie galt lange Zeit als unglaublich nervenaufreibend, doch sie wurde bereits deutlich vereinfacht. Zudem wurde das Arbeitsrecht für flexibles Arbeiten geändert und Zuschüsse für junge Unternehmer bereitgestellt. Darüber hinaus fördern Stiftungen und staatliche Förderprogramme die Forschung und Entwicklung für bahnbrechende Projekte. Das Risikokapital sitzt jedoch nicht ganz so locker wie in den USA.
3. Japan
In Japan gibt es inzwischen ein echtes Ökosystem, in dem Startups miteinander Geschäfte machen. Regierungsbehörden wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI), J-Startup und das Tokyo One-Stop Business Establishment Center (TOSBEC) arbeiten ebenfalls daran, die Innovation im Land zu fördern, indem sie Start-ups finanzielle und kommerzielle Unterstützung bieten und sie mit Investoren zusammenbringen.
Startups, Risikokapitalgeber und Universitäten sowie grosse Unternehmen, Banken und andere Investoren fördern zunehmend Japans neue und innovative Wirtschaftsmotoren. Startup-Ökosysteme werden in diesem Wandel immer wichtiger. Ausgehend von Tokio, Nagoya, Fukuoka und der Kansai-Region mit dem Zentrum in Osaka arbeiten Akteure aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammen, um neuen Unternehmen gezielt zu helfen.
4. Vereinigtes Königreich
Kleine Unternehmen machen im Vereinigten Königreich 98 % aller Unternehmen des privaten Sektors aus und sind daher von grosser Bedeutung für die Wirtschaft. Dies ist dem Unternehmergeist britischer Unternehmer und Existenzgründer zu verdanken, die für eine Vielzahl kreativer Ideen und KMU sorgen, um den Privatsektor voranzutreiben. KMU beschäftigen im Vereinigten Königreich mittlerweile rund 16 Millionen Menschen.
Die Bereitstellung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmer, wie EIS und Kreditfonds, fördert nicht nur die Expansion des britischen KMU-Sektors. Sondern es bietet auch ein enormes Wachstumspotenzial und Renditen für Investoren, die sich für die Unterstützung innovativer und dynamischer Unternehmen entscheiden. Trotz EU-Austritts kann das Vereinigte Königreich damit gute Rahmenbedingungen für Gründer bereitstellen.
5. Kanada
Viele Gemeinden und gemeinnützige Organisationen in Kanada fördern das Wachstum des kanadischen Startup-Ökosystems. Diese Gemeinschaften können Unternehmern dabei helfen, in der lokalen Gründerszene besser zurechtzukommen. Zudem hat die Regierung Startups schon immer finanziell unterstützt. Sie belohnt ihre Bemühungen mit Steuervergünstigungen, Darlehen und Rückerstattungen, um die Finanzierung zu erleichtern.
Darüber hinaus verfügt das Land über eine attraktive Einwanderungspolitik, die Unternehmer ermutigt, ins Land zu kommen und ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Einer dieser Anreize ist beispielsweise das kanadische Start-up-Visum. Wer dann nach einem langen Arbeitstag ein wenig Abwechslung benötigt, kann jederzeit das eigene Glück am Spielautomaten online herausfordern. Pausen sollten im stressigen Alltag eines Gründers nicht vernachlässigt werden.
(fest/pd)
publiziert: Montag, 19. August 2024 / 00:11 Uhr
, aktualisiert: Montag, 19. August 2024 / 00:16 Uhr










